1. Veranlassung
Im Rahmen der Planungsarbeiten für die
Abwasserreinigungsanlage Neunkirchen-Sinnerthal sowie für die
Sanierung der Kläranlage Illingen-Wustweiler wurden vom Abwasser
Verband Saar (AVS) Fremdwasseruntersuchungen durchgeführt. Dabei
wurde ersichtlich, daß aus Teilgebieten der Gemeinde
Schiffweiler den Kläranlagen große Fremdwassermengen zufließen.
Aufgrund der bekannten Fremdwasserproblematik in Teilbereichen
der Bergbaugemeinde Schiffweiler wurde die Kommunale Entsorgung
Neunkirchen GmbH & Co. KG (KEN) im Frühjahr 1996 damit
beauftragt, innerhalb der Gemeinde Schiffweiler mit den
Ortsteilen Schiffweiler, Stennweiler, Heiligenwald und
Landsweiler-Reden, eine Fremdwasserstudie durchzuführen. Diese
Studie wurde im März 1997 vorgelegt.
Zusätzlich wurde die Gemeinde Schiffweiler im April 1996 von der
unteren Wasserbehörde aufgefordert, ein Konzept zur
Fremdwasserentflechtung im Einzugsgebiet der innerörtlichen
Kanalisation des Gemeindebezirks Stennweiler zu erstellen und
dem Landesamt für Umweltschutz (LfU) vorzulegen.
Teileinzugsgebiete von Stennweiler entwässern dabei zur
Kläranlage Illingen-Wustweiler.
Die Fremdwasserstudie gliedert sich in die Prioritätsbereiche A,
B und C. Die Maßnahmen der Prioritätsstufe A sollten nach der
Fertigstellung der Kläranlage Neunkirchen-Sinnerthal sowie der
Kläranlage Illingen-Wustweiler fertiggestellt sein, um einen
100%igen Fremdwasseranfall nicht zu überschreiten.
Die vorliegende Planung zur Fremdwasserentflechtung bezieht sich
einzig auf das Einzugsgebiet 4.01 des Ortsteiles Stennweiler.
Dieses Einzugsgebiet entwässert zur Kläranlage
Illingen-Wustweiler. Im Gebiet 4.04, welches ebenfalls zur KA
Illingen-Wustweiler entwässert, wurden keine Fremdwasserpunkte
aufgefunden.
Neben dem Schmutzwasser und dem „üblichen“ Oberflächenwasser aus
Dach- und Straßenentwässerung wird auch Fremdwasser aus anderen
Quellen von diesem Einzugsgebiet zur KA Wustweiler geführt.

2. Beschreibung der Entflechtungsmaßnahmen

Die festgestellten Fremdwasserquellen und
Oberflächenwasserzuläufe werden einem separaten System von
Regenwasserkanälen zugeleitet. Hierzu werden teilweise die
vorhandenen Abwasserkanäle genutzt bzw. neue RW-Kanäle gebaut.
Die vorhandenen Hausanschlüsse werden umgeschlossen. Das
Schmutzwasser wird über neue SW-Kanäle abgeleitet. Es wurde die
Mischkanalisation in ein modifiziertes Trennsystem umgestellt.
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